Pressfittings ermöglichen Rohrverbindungen durch mechanisches Verpressen. Für eine fachgerechte Verbindung reicht es nicht, den Rohrdurchmesser zu kennen: Rohr, Fitting, Werkzeug und Systemfreigabe müssen zusammenpassen.
M-, V- und TH-Kontur: keine freie Austauschbarkeit
Diese Bezeichnungen stehen für unterschiedliche Pressprofile. Das für ein Produkt zulässige Profil und die geeigneten Werkzeuge legt der Hersteller des konkreten Rohr- und Fittingsystems fest. Eine ähnlich aussehende Form ist keine Freigabe für eine andere Pressbacke.
Trinkwasser, Heizung und Gas unterscheiden
Nicht jeder Fitting ist für jede Anwendung geeignet. Werkstoff, Dichtung, Betriebsbedingungen und produktbezogene Eignungsnachweise müssen zum Einsatz passen. Bei Trinkwasserinstallationen sind die anerkannten Regeln der Technik und das einschlägige DVGW-Regelwerk zu beachten. Eine DVGW-Zertifizierung ist stets nur im ausgewiesenen Geltungsbereich des jeweiligen Produkts aussagekräftig.
Fünf Punkte vor der Bestellung
- Rohrhersteller und Systembezeichnung identifizieren.
- Werkstoff und Rohrdimension einschließlich Wandstärke prüfen.
- Freigegebene Presskontur anhand der Herstellerunterlagen feststellen.
- Kompatibilität von Presswerkzeug und Pressbacke bestätigen.
- Eignung für den vorgesehenen Einsatzbereich anhand des Produktnachweises prüfen.
Häufige Fragen
Kann eine M-Pressbacke für einen V-Fitting verwendet werden?
Nur wenn der Systemhersteller genau diese Kombination ausdrücklich freigibt. Die Profile dürfen nicht pauschal ausgetauscht werden.
Ist jeder Pressfitting für Trinkwasser geeignet?
Nein. Erforderlich sind die zum Einsatzbereich passenden Werkstoffe, Dichtelemente und Eignungsnachweise.
Mehr erfahren: Ratgeber Presskonturen · Pressfittings auswählen · Fittings im Sortiment.
Fachliche Einordnung: DVGW-Regelwerk und anerkannte Regeln der Technik für Trinkwasserinstallationen. Verbindlich sind die jeweils aktuellen Regelwerke und die Herstellerfreigaben; dieser Beitrag ist keine Montageanleitung.